Krisen sind kein Ausnahmezustand mehr. Und trotzdem tun wir so, als müssten wir nur „durchhalten“, bis es wieder ruhig wird.
Im Gespräch mit Roland Löscher spricht Anna Katharina Meyer darüber, dass sich viele der Menschen, die Wandel treiben, an ihrem eigenen Fokus auf Sinn verausgaben. Es gibt dieses starke Gefühl, gebraucht zu werden in dieser Welt. Wir müssen uns reinhängen, wir müssen es doch richten. „Ich kann jetzt nicht aufhören“.
Dieses permanente Dranbleiben an etwas Größerem (wer kennt’s?) kann zum Risiko werden. Was es stattdessen braucht: * Klarheit darüber, was dich wirklich trägt * Die Fähigkeit, Grenzen zu setzen, auch wenn es sinnvoll erscheint, weiterzumachen. Eine innere Haltung, die mit Unsicherheit umgehen kann, ohne sich darin zu verlieren.
Stress entsteht selten durch die Situation, sondern durch das, was wir daraus machen. Und vielleicht noch wichtiger: Resilienz bedeutet nicht, mehr auszuhalten, sondern beweglich zu bleiben. Das gilt für Menschen und für Organisationen. Wir haben auch über KI gesprochen. Und über die Chance, dass Technologie uns nicht ersetzt, sondern uns zurückführt: Zu dem, was menschlich ist. Empathie. Verbindung. Urteilskraft.
